Zum Geleit



Geretsried ist nicht nur die jüngste Stadt im Landkreis,
es ist nicht nur die größte Kommune,
es ist auch zeitgeschichtlich betrachtet das interessanteste Gemeinwesen.
Seinen Anfang nahm dies am Ostersonntag, 7. April 1946,
mit der Ankunft der ersten Vertriebenen.

Sie kamen in Viehwaggons aus dem Egerland,
aus Tachau, Graslitz und Karlsbad.
Sie besaßen kaum mehr als das, was sie am Leib trugen und
wurden im ehemaligen Lager Buchberg einquartiert,
in Behausungen, die diese Bezeichnung nicht verdienten.
Später kamen Flüchtlinge aus Schlesien, aus Ungarn,
aus Rumänien  (Siebenbürgen und Banat)
und zuletzt die Spätaussiedler aus Russland.

Was sie geschafft haben in diesen mehr als 60 Jahren
ist einzigartig.

Anlässlich des 50. Jahrestags der Ankunft der ersten Geretsrieder
veröffentlichte der Geretsrieder Merkur 1996 eine 18-teilige Serie,
die auf dieser Website, elf Jahre später, erneut publiziert wird.

Die Beiträge von Andreas Steppan (heute Redakteur beim Tölzer Kurier),
Wolftrud Nahr (freie Mitarbeiterin Geretsrieder Merkur), Kaezia Nipperdey (ehemalige Praktikantin) und Andreas Tazl (ehemaliger Volontär)
sind entsprechend gekennzeichnet.



Joachim Braun
Wolfratshausen, im August 2007




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